5. August 1911 Der Geburtstag für den „Ersten Schützenverein 1911 Mittelbuchen“.
31 Mittelbuchener Bürger trafen sich zur Gründungsversammlung im Gasthaus „Zum Adler“ und wählten ihren ersten Vorstand. Geschossen wurde zunächst mit dem Zimmerstutzen im „Kleinen Saal“ der Gaststätte. Wer mitmachen wollte, musste 5 Reichsmark Aufnahmegebühr zahlen und einen Jahresbeitrag von 6 Reichsmark.
1912 - 1914 Schon kurze Zeit später entstand der Plan, einen Kleinkaliberstand einzurichten.
Ein entsprechendes Gelände war bald gefunden. Der Vereinswirt Wilhelm Weiß verpachtete dem Verein ein Grundstück auf den Bleuelwiesen und man hatte die Einweihung des neuen Standes für Anfang 1914 vorgesehen. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges vereitelte jedoch diese Pläne.
1919 - 1939 Erst 1919 kam die Einweihung schließlich zustande. Von diesem Zeitpunkt an begann - trotz Arbeitslosigkeit - eine stetige Aufwärtsentwicklung. Insbesondere in der Zeit zwischen 1935 und 1939 war ein starker Zugang an jugendlichen Mitgliedern zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl stieg auf 63 an, und die sportlichen Leistungen blieben nicht aus.
1939 - 1953 Einen zweiten gravierenden Einschnitt brachte der Beginn des 2. Weltkrieges.
In dem nun zwangsweise umbenannten „Kleinkaliber-Schieß-Sportverein Hubertus 1911“ kam der Sportbetrieb bald völlig zum Erliegen. Auch nach 1945 konnte zunächst niemand an eine Wiederbelebung des Schießsports denken. Der Stand war völlig zerstört und sämtliche Vereinsdokumente waren vernichtet worden oder verloren gegangen; eine Wieder-beschaffung von Sportwaffen war unter den herrschenden Umständen praktisch unmöglich.
9. Mai 1953 Seine Wiedergeburt erlebte der Verein am 9. Mai 1953.
14 Jahre waren vergangen, als auf Betreiben von Wilhelm Reuter eine erste Versammlung ins alte Vereinsheim „Zum Adler“ einberufen wurde. 22 Interessenten hatten sich eingefunden. Man beschloss, unter dem Namen „Schieß-Sportverein Hubertus 1911 Mittelbuchen“ den Schießbetrieb wieder aufzunehmen. Durch die strengen Waffengesetze wurde zunächst mit dem Luftgewehr, später auch mit der Luftpistole geschossen, und zwar in den Räumen des Vereinswirtes.
19. März 1964 Mit fortschreitender Normalisierung des Waffenrechts konnte auch wieder an den Bau eines Kleinkaliberstandes gedacht werden. In der alten Ziegelei wurde dem Verein ein 2700 m² großes Gelände überlassen, und die Bundeswehrkaserne in Kilianstädten stellte einen Bagger und zwei Mann zur Bedienung für den Aushub zur Verfügung. Am 19. März 1964 wurde damit auf dem heutigen Gelände begonnen. Als Gegenleistung legte man fest, dass die Bundeswehr einmal wöchentlich den Stand benutzen dürfe, zunächst für 3 Jahre.
8. August 1964 Schließlich konnte am 8. August abends bei Würstchen und Bier Richtfest gefeiert werden. Da es noch keinen Stromanschluss gab, mussten die 3 Scheibenzuganlagen mit einem eigenen Generator betrieben werden.
März 1965 Als Vereinsheim diente zunächst eine ehemalige Jagdhütte, die im März 1965 erstellt wurde. Kurz darauf erfolgte dann auch der Stromanschluss.
24. September 1965 Die offizielle Einweihung fand schließlich am 24. September 1965 statt, wobei Herr Pfarrer Sauer den Eröffnungsschuss abgab.
1967 - 1977 Nach und nach wurde die Anlage dann weiter vervollständigt:
1967 ein Luftgewehrstand mit Handkurbelzuganlagen, 1968 die Straßenverbindung zum Schießstand und 1969 der Parkplatz.
1978 - 1987 1978 begannen die Planungen für ein weiteres Großprojekt, den Bau einer Luftdruckwaffen-mehrzweckhalle - als Ersatz für den bisherigen Freiluftstand.
1981 wurde der Bauantrag gestellt. Baubeginn war im Frühjahr 1984 und Fertigstellung im März 1987, pünktlich zur 75-Jahr-Feier, die im September 1987 in der Mittelbuchener Mehrzweckhalle abgehalten wurde.
1992 Die Kugelfänge des KK-Standes wurden aus Umweltschutzgründen überdacht.
1994 - 1995 Die alten Toiletten und der brachliegende LG-Freiluftstand wurden abgerissen und durch moderne Sanitär- und Lagerräume ersetzt. Die Errichtung des Rohbaus musste man dabei aus Zeitgründen an eine Firma vergeben.
1996 Grundrenovierung des Pistolenstandkugelfangs. Aus dem alten Holzbauwerk entstand eine Betonkonstruktion nach den neuesten Richtlinien. Der Kugelfang besaß eine Sandfüllung und eine wasserdichte Bodenwanne, damit kein Blei ins Grundwasser gelangen konnte.
2001 - 2002 Das nächste Großprojekt war die dringend notwendige Renovierung des Vereinslokals in den Jahren 2001/02. Sowohl der Fußboden als auch die Wände und die Holzdecke wurden komplett erneuert. Der dunkle Nussbaumlook musste dabei einem hellen und sympathischen Ahornflair weichen. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich ein modernes Belüftungssystem mit Wärmerückgewinnung installiert, das die Belastung durch Zigarettenqualm deutlich reduzierte. Krönender Abschluss war schließlich der Einbau einer neuen Theke in einem ansprechend modernen Design.
2007 Um den immensen Arbeitsaufwand beim Erneuern des Sandes und beim Aussieben des Bleis zu vermeiden, wurde im Pistolenstand ein neuer Kugelfang aus Stahllamellen installiert. Gleichzeitig wurde die in die Jahre gekommene und defekte Duellanlage erneuert.
2009 Das Projekt "Wall" wurde in die Tat umgesetzt. Der Erdwall vor dem Kugelfang auf dem Pistolenstand wurde entfernt und durch eine holzverkleidete Steinwand ersetzt. Alle Arbeiten erfolgten unter Leitung des OSM und mit Unterstützung von Reinhold Bröll, der seinen Traktor zur Verfügung stellte, in Eigenleistung.
Zudem wurde nun nach mehreren Anläufen auch den gestiegenen Energiekosten Rechnung getragen und die in die Jahre gekommene und störanfällige Elektroheizung durch eine energiesparende Holzpelletheizung ausgetauscht. Die Entsorgung der alten Heizung und der Einbau der neuen wurden von einer Firma durchgeführt.
2011 100 Jahre Hubertus 1911 e.V. Mittelbuchen.
Am 16. April 2011 fand die akademische Feier in der Luftdruckwaffenhalle im Vereinsheim statt. Am 15. Oktober 2011 wurde zusammen mit Tell Rückingen und Hubertus Bischofsheim der Kreisschützenball in der Mittelbuchener Mehrzweckhalle ausgerichtet.
Zudem fand am 1. Mai eine große Maiparty auf unserem Parkplatz und am 14. August ein Familientag "rund um das Schützenhaus" statt. Viele weitere Veranstaltungen und schließlich die Silvesterparty rundeten das Feierjahr 2011 ab.
2011 - 2012 Die westliche Seite des Pistolenstandes wurde mit einer Kalksandsteinwand geschlossen. Im Hinblick auf eine spätere Überdachung wurden die Fundamente entsprechend ausgelegt. Große Teile des Projekts wurden auch hier in Eigenleistung erbracht.
August 2014 Die Seilzuganlagen auf dem Luftdruckwaffenstand wurden entfernt und durch 10 elektronische Anlagen der Firma Meyton ersetzt. Viele Stunden Arbeitszeit wurden hier von den Helfern erbracht, um die Ausfallzeit möglichst kurz zu halten. So waren wir dann nach nur gut einem Monat auf dem neuesten Stand der Technik und das Schießen konnte weitergehen.

Auszug aus der Vereins-Chronik